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nachtLESE

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Nachtlese, eine neue Rubrik von Nachtfunk, will das, was Lyrik, Prosa und Musik gemeinsam ist, verbinden: Sprache und Rhythmus. Das Ergebnis sind Lesungen, begleitet durch atmosphärische Klänge, vorgetragen von Georg Schneider und Dieter Schwan.



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Date Added 12-Mar-2006 Hits: 366 Rating: 0.00 Votes: 0

 

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nachtLESE Episodes -

nachtLESE06
Heute bei nachtLESE Der Autor: Georg Schneider Die Sängerin: Natalie Schmidt Der Musiker: Georg Schneider ...................Wen........................................... Wer war der Mensch der in dir weiterlebt Ist es sein Wesen, dass du trägst Wieviel warst du nur dieser Seele wert Es ist wohl viel mehr als du denkst Wen hast du so geliebt, dass all das in dir lebt Wen hast du so geliebt, dass all das mit dir geht Wen hast du so geliebt, dass du ihn nie verlierst Wen hast du so geliebt, dass du ihn in dir trägst Kennst du den Grund, warum dein Herz noch schlägt Es ist der Glaube und der Sinn Für eine Hoffnung, die viel weiter geht Als du sie bisher auch verstehst Wer war der Mensch, der in dir weiterlebt Ist dieses Lachen sein Geschenk Was war den Preis, dass du sein gehn erträgst Die Antwort schläft tief in dir drin
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nachtLESE05
Veranstaltung: nachtLESE - live im Jugendkulturzentrum Lahnstein während der Weinachtsfeier der Lahnsteiner Musikszene am 17.12.2005 In der Reihenfolge der Lesung: Sublimierung, Sehnsucht gelesen von Dieter Schwan Erfahrung gelesen von Jacqueline Röhm Gedicht, Sehnsucht II gelesen von Mike Scholl Gelesen aus dem Buch Ernst Mietz Hai Teer von Dieter Schwan Musikalische Improvisation zur Lesung: F.O.S. Voc: Jaqueline Röhm Git: Gerd Stein Keys: Josef Ferger Drums: Walter Nouvortne Bass: Jürgen Hierse Website: F.O.S. Sublimierung Der Yogi mag die Yoni nicht, oft übt er sich so in Verzicht. Und wenn sein Lingam Yoga treibt, stundenlang so stehen bleibt, macht er zur Tugend seine Not, meditiert er wär ein Baum, ein Fels, ein Stein oder ein Boot, wird zum Sturm, zum Wellenschaum, zum Strand, zur Brandung, selbst zur Gischt und fühlt gar Spritzer im Gesicht. Ist so die Spannung überwunden, geht?s ihm gut für viele Stunden. So lernen wir aus der Geschicht: Ein Yogi braucht die Yoni nicht. Sehnsucht Es geschah beim Rasieren vor dem Spiegel, dass sich gelbrote Flammenzungen aus meinen Fersen schlängelten. Mein Herz öffnete sich einen Spalt und Wasser floss heraus, das Wort Sehnsucht bildend, teilte sich über meiner Scham und floss an meinen Beinen den bunten Zungen entgegen. Die oberflächengespannten Finger des Wassers griffen nach den Zungen und vereinigten sich mit ihnen, zischend Dampf erzeugend in einem alles umhüllenden Tanz. Mir wurde wohlig warm, meine Haut rötete sich und das Rasiermesser glitt wie von selbst über samtweiche Wangen, schnitt scharf die kratzenden Auswüchse. Und langsam verlor sich Bewusstes in Wärme und Nebel, während der Fluss der Worte bildenden Empfindungen, sich weiterhin dampfend vereinigend, zur mich wärmenden Hülle sich formte. Sehnsucht, vom tiefen Blick in grünes Licht, in leuchtende Tiefe erzeugt. Nie mehr vergessend den Zauber, blies ich deinen Namen in den Nebel, atmete und schürte die Zungen, kühlte den Dampf, der kondensierend sich neu verwandelte, sich ausbreitete und den Raum mit geflossenem Fühlen füllte. Erfahrung Wenn zwei sich finden, dann noch binden, sie sein gewarnt, denn gut getarnt schleicht sich die Liebe heimlich weg. Sie erfüllte ihren Zweck. Das ganze ist ja gut bekannt, Ehealltag wird?s genannt. Als Katzenjammer, Langeweile, treibt Gewöhnung ihre Keile in das, was anfangs Liebe war. Man lässt am andern kein gut Haar, streitet, hat vergessen wies begann, beide, Frau und Mann. Doch will ich niemanden belehren, möcht nicht mahnen, nichts erklären, möcht nicht einmal den Finger heben, kluge Sprüche von mir geben. Denn die Moral von der Geschicht: man kennts, jedoch man glaubt es nicht. Gedicht Ich geh dicht an der Wand, Stein an Stein und ritz mit meiner Hand Worte, Verse ein. Und wie es wächst, noch unbekannt, fast wie verhext. Gedicht an der Wand Sehnsucht II Sonnenschein, die Luft so lau, der Himmel dunstig, leicht hellblau, kurze Schatten, Pollen fliegen, möcht? draußen gerne mich vergnügen. Doch eine Allergie durch Pollen hindert mich, herumzutollen. Da bleib ich besser drin, im Haus, schau mit geschwollner Nase raus.
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nachtLESE04
Heute bei nachtLESE Der Autor: Dieter Schwan Der Sprecher: Florian Knorn Die Suche Zurückgezogen in Träumen wandern viele, nur scheinbar am Leben beteiligt. Eifrig ihre kleine Insel behütend und voll heimlicher Trauer über verlorene, gemeinsame Tage. So viel Schöpferisches vergeht, verschwindet auf den unbeachteten Wegen der Einzelnen, von denen jeder, trotz allem ein wenig Hoffnung aus Vergangenem nährt. Ich sehe dich wieder, erinnere mich und für kurze Zeit fühle ich wieder, wie es sein könnte. Es gibt mir Kraft und nährt die vielleicht vergebliche Hoffnung ein ganzes Leben. Doch möglicherweise ist es das, die Suche nach diesen erlebten, flüchtigen Momenten, in denen deine Haut, dein Gefühl, das beschreiben, was Sprache nicht fasst. Und darum wandere ich weiter mit meinen Träumen hoffend, dass wir, uns begegnend, zumindest für kurze Zeit von neuem erwachen. Ich habe noch andere Projekte im Auge, aber die möchte ich Dir zu einem anderen Zeitpunkt und vielleicht im Skype etwas näher vorstellen. Ansonsten hoffe ich es geht Dir gut und Dein Studium läuft in den richtigen Bahnen. Dieter Schwan
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nachtLESE03
Heute bei nachtLESE Die Autorin: Franziska Die Sprecherin: Franziska Ahorn Der Musiker: Georg Schneider Gelesen wird das Gedicht "Am Deich" von Franziska Ahorn, der Macherin von Ungeheuerlich ..........Am Deich.................... Nüchtern fällt die Sonne nieder Wiegen sich Wellen in blutrotem Ton Im Windhauch schwirren neue Gäste Kommen dem Schauspiel beizuwohnen Sie ziehen Kreise um die alten, Jungen die schon platzgenommen Warten auf die freien Stellen (In den Köpfen, auf den Leibern) Warten auf das Blut Geronnen Zart und leis sind Deichbesucher Auf den kotverklebten Bänken vergessen Stich in Haut und Herz wollen sich im Meer ertränken
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nachtLESE02 - Vorgestellt bei Nachtfunk
Das Gedicht "Abends" von Dieter Schwan aus dem Buch "Ernst Miez Hai Teer" wurde vorgestellt bei Nachtfunk in Folge 87. Die Lesung von Georg Schneider steht hier als Auszug aus dieser Sendung zum Anhören bereit. Sendung anhören
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nachtLESE01
Klagelied eines Romantikers im falschen Jahrhundert. Von und mit Dieter Schwan aus dem Buch -Ernst Miez Hai Teer-. Das Gedicht "Klagelied eines Romantikers im falschen Jahrhundert" ist das erste Gedicht aus einer Reihe von 5 Gedichten, die die gleiche Situation aus verschiedenen Sichtweisen unter Verwendung der Endreime des ersten Gedichtes beschreiben. Gelesen aus dem Buch Ernst Miez Hai Teer
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