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US-Wahl 2004
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The joint blog about the US Election by Germany's Deutsche Welle and ZDF-TV. Blog-Correspondent Wolfgang Harrer writes this blog from Washington D.C. Text and Audio. (mp3, realaudio, wma). The texts are in German, audio interviews are in English. Includes ipodder-feed.
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| Date Added |
23-Dec-2004 |
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3388 |
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5.00 |
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1 |
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US-Wahl 2004 Episodes - | ...und noch 'was (leisere Töne aus D.C.) | An einem der hektischen Abende vor der Wahl war ich noch kurz am Potomac, etwa 15 Minuten vom Pentagon entfernt, spazieren. Es war ein ungewöhnlich warmer Abend, Eltern saßen mit ihren Kindern am Spielplatz, Liebespärchen schlenderten die Uferpromenade entlang, unterbrochen von den obligatorischen Joggern mit Kopfhörern und ihren "You-can-do-It!"-Motivationskassetten im Walkman.
Ein älterer Herr kam mit einem Leiterwagen an, stellte gemächlich einen Tisch auf und plazierte darauf 60 Trinkgläser in verschiedener Größe, jedes mit Wasser gefüllt. Dann fing er an, mit nassen Fingern über die Gläserränder zu streichen, um seine "Glasharfe" zu stimmen. Mehr und mehr Spaziergänger blieben stehen, angezogen von diesen leisen aber weit tragenden Tönen. Endlich beginnt er sein Abendkonzert: Mozart, Händel und Johann Sebastian Bach. Als ich ihn frage, ob ich mein Aufnahmegerät einschalten dürfe und er hört, daß ich aus Deutschland komme, freut er sich von Herzen. Einer der für ihn wichtigsten Glasharfinisten kam aus Stuttgart, erzählt er später.
Mein improvisierter Mitschnitt dieses unerwarteten Abendkonzerts in Washington ist mein vorerst letztes Audiostück für Sie in diesem Wahlblog aus den USA. Hoffentlich gelangen auch in diesen nächsten vier Jahren weiterhin viele leise Töne und viele private Stimmen aus Amerika nach Deutschland und umgekehrt.
Audio: Abendliches Straßenkonzert am Potomac, der Musiker ist Jamey Turner. 9'30 min
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| Anholt: "Eine Tragödie für die Marke Amerika" | Ich bin überrascht, wie viele PR-Mitarbeiter amerikanischer Unternehmen mir heute private emails geschickt haben, um ihr Bedauern über das Wahlergebnis auszudrücken. Den großen amerikanischen Markenartikelherstellern liegt Amerikas Image in Europa offensichtlich (und aus verständlichen Gründen) am Herzen. Ich habe zu diesem Thema nun gerade ein Interview mit Simon Anholt geführt. Anholt ist nach Ansicht des "Economist" einer der weltweit führenden Experten für das Image-Marketing ganzer Nationen, er berät unter anderem auch die Regierung Tony Blairs. Pünktlich zur US-Wahl erschien sein jüngstes Buch "Brand America - The Mother of all Brands". Anholt hatte eigentlich gehofft, daß die "Firma Amerika" am 2. November ihren "Geschäftsführer" austauschen würde. "Was jetzt aber mit der Marke Amerika geschieht", sagt Anholt, "ist eine Tragödie".
Amerikanische Unternehmen, so Anholt weiter, haben sich jedoch schon seit einigen Jahren auf einen möglichen Imageverfall Amerikas vorbereitet. Die Strategie: Lokalisierung. "Coca Cola, beispielsweise, hatte vor einigen Jahren nur eine Marke", sagt Anhold, "heute besitzt Coca Cola rund 400 verschiedene Marken in etwa 200 Ländern und viele dieser Marken sind absichtlich nicht mehr als amerikanisch erkennbar."
Interview Simon Anholt, (Englisch, 13'40 min)
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| "Glaubensgraben ist tief" (audio) | Die amerikanischen Journalisten reiben sich immer noch die müden Augen. In der Nachberichterstattung zur Wahl erregt - neben den Spekulationen um das neue Kabinett - nun vor allem ein Thema die Gemüter: Wie stark sind die evangelikalen Christen und welchen Kurs schlägt das Land unter einem gestärkten Präsidenten ein, der sich selbst als Born-Again-Christian bezeichnet?
Ist christlicher Fundamentalismus in den USA wirklich auf dem Vormarsch? Ist die Außenpolitik der USA von christlichen Dogmen geprägt? Was ist eigentlich ein "Born Again Christian"?Ich habe zu diesem Thema gerade ein Interview mit Prof. Rainer Prätorius geführt. Er ist Autor des Buches "In God we trust - Religion und Politik in den USA" (Verlag C.H.Beck). Rainer Prätorius lehrt als Gastprofessor am Department of Political Science der University of Minnesota und ist Professor für Verwaltungswissenschaft an der Universität der Bundeswehr in Hamburg.
Prof. Prätorius sagt, der Begriff "Born Again" werde zu breit verwendet, nicht alle Born-Agains seien automatisch Fundamentalisten. Gleichzeitig sieht aber auch er einen besorgniserregenden Trend in den USA, wonach christlicher Fundamentalismus inzwischen selbst an der Spitze großer Unternehmen, auf Richterbänken und im US-Senat beobachtet werden kann. Interview, Prof. Prätorius (Deutsch, 15 min)
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